![]() |
|
Modellbau
1:100 |
| Name des Modells | “TS - 52 SOUND“, Kennzeichen DDOQ, Baunr. 404 |
| Reederei | Lütgens & Reimers, Hamburg |
| Typ | Bohrinselversorger |
| Frequenz Mhz | 85, |
| Beschreibung und Besonderheiten des Modells |
| Länge über alles | 676,8 mm |
| Breite über Anbauten | 150 mm |
| Höhe | 305 mm |
| Tiefgang | 60 mm |
| Baumaterialien | Rumpf-Polyester / Aufbauten-Messing 0,2 / 0,3 mm |
| Bauunterlagen | Originalwerftpläne und 550 Originalfotos |
| Bauzeit | 2 700 Hobbystunden |
| Gewicht des Modells | 3,1 Kg |
| Gewicht des Originals | GRT 1 453 / NRT 526 / DWT 1 900 |
Kurzbeschreibung
|
er 1983 auf der Elsflether Werft AG. Gebaute
Versorger mit dem Schwesterschiff TS
- 51 SAFE,
zählte in dem Erbauerjahr mit zu den größten Versorgern in der
Bundesrepublik. Über Jahre
wurden diese Versorger auch weltweit und insbesondere in der rauen
Nordsee eingesetzt. Inzwischen sind beide Schiffe ins Ausland verkauft
worden. In über 3-jähriger Bauzeit und der tatkräftigen Unterstützung der Reederei,
hatte ich das Glück, während
der Bauphase auf der Werft schon dort einige wertvolle, speziell vom
Unterwasserschiff, Fotoaufnahmen machen zu können. Zum Teil mit der
Auflage, diese nicht in andere Hände zu geben. Das Modell TS - 52 SOUND, zeigte sich auf den Wettbewerben nicht gerade immer von der fahrstabilsten Seite. Nach mehreren Untergängen hatte ich dann auch nur noch bei schönem Wetter ein reines Fahrvergnügen. Die Bauwertungen national / international, waren natürlich immer herausragend. Die Erfolge sprechen eine deutliche Sprache. |
Baubericht
|
"TS 52 SOUND Die
„SOUND“ ist ein modernes Ankerzieh- und
Versorgungsschiff. Am 06.08.83 wurde dieses Schiff auf der Elsflether Werft AG
an der Weser von der Reederei Hapag/Lloyd Transport Service mit Sitz in Hamburg
übernommen.
Dieser Typ ist eine Weiterentwicklung der TS 42 TOUGH-Klasse.
Hatte die „TOUGH“ noch 996 GRT, ist die „SOUND“
schon auf 1 453 GRT vergrößert worden, wobei die Schiffsabmessungen nicht
wesentlich größer geworden sind.
Die herausragenden Merkmale sind auf diesem Versorger-Typ die Vielzahl der
verschiedenen Winden und die sehr hohe Staureling. Angefangen auf der Back mit
der kombinierten Anker- und Bergungswinde, 2 Storage-Winden, 2 Tugger-Winden, 1
riesige Bergungs-Winde mit 3 Seiltrommeln unter Deck, sowie 2 Verholkäpsel auf
dem Hauptdeck. Wie bei fast allen Bohrinselversorgern sind auch auf diesem Schiff die Aufbauten
im vorderen Teil des Schiffes zu finden. Eine große Ladefläche von 38,5 x 11 m
ist auf diesem Typ vorgegeben. Sehr häufig benötigen die Bohrinseln
doch recht sperrige Versorgungsgüter. Auf dem Staudeck können insgesamt 800 to.
geladen werden. Unter Deck sind verschiedene Tanks installiert, müssen doch die
Inseln mit den verschiedenen Füllstoffen (zum Verfüllen von Bohrlöcher),
Zement und anderen Schmierstoffen versorgt werden.
Die Maße des
Originals:
Meine
Wahl, diesen Schiffstyp als Modell
zu bauen hatte verschiedene Gründe. Zum Einen hatte ich diesen Schiffstyp noch
nie gebaut und zum Anderen erkannte ich bei der ersten Besichtigung des Schiffes
schon, daß dieses Modell einen ganz erheblichen Arbeitsaufwand erfordern würde.
Dazu fehlte mir mal wieder ein Schiff in der - F 2a - Klasse ( von 0 - 90 cm Länge),
da ich mit meiner „STAHLECK“ nach dem 3-maligen Gewinn der deutschen
Meisterschaften nicht mehr starten durfte.
Das Modell:
Wie
bei meinen bisherigen Modellen wählte ich auch hier wieder den Maßstab 1:100.
Von Baubeginn an musste ich immer wieder auf das Gewicht achten! Besonders der
obere Bereich durfte nicht wegen der Toplastigkeit zu schwer werden. Insgesamt
durfte die magische Grenze von 3 200 Gramm Gesamtgewicht einschließlich der
Batterien und Fernsteuerung nicht überschritten werden. Der Rumpf:
Mit
dem Aussägen der Holzspanten begann der Bau. Die fertigen Spanten wurden auf
einen Helgen (40 mm Holzplatte) aufgestellt und befestigt. Die Zwischenräume
der gut ausgerichteten Spanten füllte ich mit einem 2-Komponentenschaum aus.
Nach 24 Stunden Aushärtung raspelte ich den überstehenden Schaum ab und tränkte
den groben Kern mit Polyesterharz. Um eine längere Aushärtungszeit zu
erreichen, nahm ich etwas weniger Härterzusatz. Sinn und Zweck der Arbeitsweise
ist einfach, dass das Polyesterharz tiefer in den Schaum eindringen kann und
damit eine größere Druckfestigkeit erreicht. Nach dem endlosen Spachteln und
Schleifen und dem Glauben, jetzt ist der Kern fertig, spritzte ich ihn mit
schwarzem Hochglanzlack. Hier waren zwar noch winzige Unebenheiten zu erkennen,
die aber nun relativ schnell zu beseitigen waren. Von
dem
Kern (Positiv) wurde jetzt eine Form (Negativ) gefertigt. Nach 4 Tagen zog ich
den Kern aus der Form. Nachdem die Form gründlich gereinigt war, brachte ich
wieder Trennwachs und Trennlack mittels eines weichen Pinsels in die Form. 24
Stunden später strich ich die Form mit Polyesterfeinschicht ein und brachte
dann eine 80-er Polyestermatte mit dem entsprechenden Polyesterharz mit einer
Rolle und Pinsel ein. Wichtig ist hier, um eine spätere Luftblasenbildung zu
vermeiden, die Matte
richtig auszurollen. Je sorgfältiger ich hier arbeitete um so weniger
Nacharbeit ist später erforderlich.
Endlich,
nach weiteren 4 Tagen konnte ich ohne größeren Aufwand meinen eigentlichen
Modellrumpf aus der Negativform ziehen. Jetzt folgten erst einmal die
verschiedenen Einbauten wie: Beide Hauptmotoren und das Bugstrahlruder. Die
beiden Ruderanlagen, die jeweils hinter den fest am Rumpf montierten Kortdüsen
angebracht sind, erforderten sehr viel Bauaufwand und Genauigkeit. Durch die
Kortdüsen wird die Zugkraft der Originalschiffe erheblich gesteigert. Die
4-Blatts-Schiffsschrauben mit einem Durchmesser von 29 mm mussten genau mit den
Stevenrohren in die Kortdüsen eingepaßt werden und erforderten noch einmal ein
hohes Augenmaß und größte Genauigkeit. Der geringe Arbeitsraum (Höhe)
im Heck des Versorgers bereitete beim Einbau der Ruderarme doch erhebliche
Probleme, die letztendlich jedoch gelöst wurden.
Als
Antriebsmotoren wählte ich 9-polige Bühlermotoren 4,5 Volt, die direkt mit
Rennbootkupplungen auf die Wellen gesetzt wurden. Kleinigkeiten, wie die beiden
Seekästen, Kühlwasseraustritte, Schlingerleisten und Ausschnitte für die 3
Ankertaschen waren jetzt die nächsten Arbeitsgänge. Leider vermisse ich gerade
diese kleinen Details an den oft gut gebauten Modellen ! Nach Abschluss dieser
Arbeiten konnte das vorgefertigte Backdeck und das Hauptdeck eingesetzt werden. Grundsätzlich werden von mir alle Ausschnitte und
Bohrungen vor dem Einsetzen der Deck vorgenommen, ehe ich die Decks mit dem
Rumpf verbinde. Für die Decks verwendete ich 0,3 mm Messing. Die Schanzkleider
(freistehend) sorgten für
erhebliche Arbeitszeit, obwohl es doch ein relativ kleines Modell darstellt.
Beim Einbau der Heckrolle (dient zum Anbordhieven von Bohrinselankern), stellte
ich nun fest, dass meine Werftzeichnung nicht mit den von mir gefertigten
Fotoaufnahmen übereinstimmten. Auch hier, wie im Verlaufe des weiteren
Modellbaus, stellte ich immer wieder fest, dass der Werftplan andere Aussagen
machte als die zum Glück von mir gemachten Fotoaufnahmen des Originals. Die
Wallschienen am Rumpf des Schiffes, sowie die Rollfender vervollständigten
diese Arbeiten. Das
Holzdeck (auf dem Arbeitsdeck) baute ich jetzt noch einige Male. Beim ersten Mal
die stimmten die Maße der Hölzer nicht, weil der Generalplan total falsch war.
Beim zweiten Mal stellte ich fest, dass das Bongossi-Holz (Teakholzart) zu
schwer ist. Bongossiholz ist ein hartes schweres
Holz, dass auf dem Arbeitsdeck eines Versorgers allen Anforderungen genügt,
allerdings mit dem Nachteil des großen Gewichts. Bongossiholz schwimmt im Wasser
gerade noch eben auf. Der dritte
Bau des Arbeitsdecks konnte nun endlich verwendet werden, obwohl ich auch hier
feststellen musste, dass im Gegensatz zum Original dieses Deck einfach zu sauber
gebaut ist. Dieser Decksbelag dient ja nur als Schutz für das eigentliche
Eisendeck. 750 Holzteile (34 x 1,5
mm) mussten auf die Decksgrundplatte aufgebracht werden. Dieses Deckteil ist als
ganzes abnehmbar, sodass ich jederzeit bei
evtl. Reparaturarbeiten in den Rumpf gelangen kann. Die Staureling
(Schutz zu den Betriebsgängen) mit allen Details erforderten ca. 40
Stunden Bauzeit. Im Laufe der Zeit bekam mein Modell ein versorgerähnliches
Aussehen.
Der Brückenaufbau:
Die
Brückenaufbauten sorgten nun wieder für größere Kopfschmerzen. Nur ständiges
Vergleichen der Zeichnungen und der Originalfotos brachten mir letztendlich den
erhofften Erfolg. Den Aufbau fertigte ich aus 0,3 und 0,2 mm Messingblech. Im
Nachhinein staunte ich immer wieder über die Vielzahl der Ecken und Nischen
auf
diesem Schiffstyp. Vielleicht sind auch aus diesem Grunde die Originale auf den
Werften in der Herstellung so teuer. Während des gesamten Baues passte ich
immer wieder einzelne kleinere Bauteile in ihre vorgegebenen Ecken und Flächen
zur Überprüfung ihrer Maßhaltigkeit ein.
Die
beiden Abgaspfosten mit der Quersaling und dem oberen Signalmast waren der nächste
Arbeitsgang. Die Abgaspfosten fertigte ich aus Lainigsblech. Natürlich durften
nicht die großen Lüfterklappen
mit den Schienen und die Aufzugvorrichtung für diese Klappen, sowie die beiden
Nach
diesen Arbeiten folgten jetzt die Ausrüstungen der einzelnen
Decks. Gerade bei
den Ausrüstungen machte sich immer wieder mein kleiner „Maschinenpark“
bemerkbar. Es ist einfach unvorstellbar, ohne diese Maschinen
zu arbeiten, zumal wenn man sieht, wie groß die Unterstützung der
Modellbauer im Osten Europas oder gar in China an den Modellbau-Universitäten
ist. Mein „Maschinenpark“ besteht aus den Drehbänken Emco-SL und der U 3
mit den Säge- und Fräsvorrichtungen, Standbohrmaschine und 2 kleine
Kompressoren sowie den verschiedenen Spritzpistolen. Heute werden natürlich
auch die verschiedenen Ätzmöglichkeiten bis hin zur Lasertechnik eingesetzt..
Wobei die Lasertechnik für den Normalmodellbauer nicht zu bezahlen ist. Für
mich, der auch als Bauprüfer international werten muss, sage ich jedoch, dass
sehr häufig die von Hand gefertigten Modelle keine schlechtere Qualität
besitzen !
Das
Peildeck:
Auf
dem Peildeck sowie auf den übrigen Decks mussten nun verschiedene Relingstützen
mit 2 Bohrungen für die Durchzüge geschnitten, gefeilt und gebohrt werden. Die
Durchzüge sind bei mir durch den Maßstab vorgegeben (1:100) aus 0,2 mm
Stahldraht. Für den Handlauf verwendete ich 0,4 mm Messingdraht. Das
Radarpodest mit den 2 Radargeräten, Relingstützen, Fallrohren, Leitern und
verschiedenem Zubehör war auf
diesem Deck das größte Bauteil. Es folgten noch 2 Suchscheinwerfer (vorne u.
hinten), 3 Antennen, der Magnetkompaß, 2 Lüfter, 1 Notstrombatteriekasten, 1
Seenotboje (schwimmt auf den Originalschiffen beim Untergang automatisch
auf und gibt jede ½
Stunde die Position durch) mit Lager sowie die Leiter auf der
Steuerbordseite vervollständigten die Ausrüstung.
Die
Brückennocken :
Die
beiden Brückennocken erforderten keinen größeren Aufwand. Hier waren
lediglich 2 Peilkompasse, die Laternenkästen, verschiedene Versteifungsbleche
und Relingstützen zu fertigen. Den Brückenbelag ( Gummimatten mit runden
Bohrungen) fertigte ich mit aus den perforierten Abschirmblechen eines alten
Fernsehers her. Nach der entsprechenden Lackierung (seidenmatt schwarz), sah es
tatsächlich wie eine Gummimatte aus. Hin und wieder mussten auch einige Ideen
herhalten, lebt doch der gesamte Modellbau von solchen !
Backdeck
II :
Die
Ausrüstung auf diesem Deck verschlang wieder einige 100 Hobbystunden. Das
unsinkbare und feuerfeste Rettungsboot auf der Backbordseite stellte ich aus 2
Formen her (Ober- u. Unterteil) . Es liest sich sicherlich einfacher als in
Wirklichkeit der Arbeitsgang ablief, aber ich sagte ja schon zu Anfang des
Artikels, das Modell hat es in sich. Obwohl ich sehr gute Zeichnungen dieses
Modells und der Ausrüstung habe, vergingen hier etliche Wochen, bis für mich
zufriedene Resultate (Bauteile) vor mir lagen. An dem Boot sind folgende
Einzelteile: Laternen, Halte- und Hängevorrichtungen, Reling, Türen und
Klappen, Handläufer, Schiffsschraube und Ruderblatt. Nach der Lackierung nahm
ich die Beschriftung mit 0,5 mm weißen Reibebuchstaben vor. Die Halteleinen
rings um das Rettungsboot angebracht, vervollständigten die Detaillierung. Das
nötige Davidpaar fertigte ich aus verschiedene Messingwinkel. Zur Vervollständigung
der Davids gehören: Die Blöcke, Umlaufrollen, Ausschwenkvorrichtungen, Hängevorrichtungen,
Schäkel, die Windeneinrichtungen und Beleuchtung. Windenausrüstung: Die Winden, allein auf diesem Deck 3 Stück, verschlangen wieder immense Stunden. Als erstes nahm ich mir die beiden Storage-Winden vor. Diese Winden sind zum großen Teil durch die Schornsteine und den achtern überhängenden Brückenaufbau verdeckt. Obwohl diese Winden nicht allzu groß sichtbar sind, kniete ich mich, warum auch immer, ganz gewaltig in diese Arbeit hinein. Weiß ich doch auch, dass gerade diese Ecken und Winkel von mir als Bauprüfer und von meinen Mitkonkurrenten nur allzu gern unter die Lupe genommen werden. Die riesigen Drahttrommeln haben auf dem Originalschiff jeweils 1 500 m lange und 62 mm starke Drähte aufzunehmen. Die Trommeln mit dem Durchmesser von 26 mm drehte ich, wie überhaupt alle großen Drehteile, aus Gewichtsgründen aus Leichtmetall. Gewichtsparen war ja während der gesamten Bauphase an diesem Modell das oberste Gebot ! Alles übrige an diesen Winden fertigte ich wieder aus Messing an. Die fertigen Winden wogen insgesamt 70 Gramm.
Die
riesige Anker- und Drahtwinde auf der Back, die ja recht gut sichtbar ist,
folgte als nächstes. Die Drahtwinde ist auch hier mit einem 1 500 m langem und
62 mm starkem Draht versehen. Nach der Lackierung kamen auch hier wieder 65
Gramm zusammen. Grundsätzlich baue ich solche Teile erst nach der Lackierung
zusammen. Der Vorteil dieser
Arbeitsweise ist, dass erstens ein
gleichmäßiger Farbauftrag entsteht und bei
verschiedene Farbgebungen keine Abklebarbeiten erforderlich sind. Zu
dieser kombinierten Winde mussten folgende Bauteile gefertigt werden : Die Anker
mit Ketten (Ketten selbstverständlich mit Mittelsteg), die Umlenkrollen für
die Ankerketten mit den kleinen Ankersicherungsspannschrauben. , Poller,
Umlenkrollen für die Festmacherleinen, 1 Gräting hinter der Winde, der
Kabelgatteinstieg sowie der Mast rundeten die Ausrüstung auf der vorderen Back
ab.
Das
Mehrkammerschlauchboot (4,25 m x 1,95 m für 12 Personen) auf der
Steuerbordseite folgte jetzt als nächstes. Da dieses Schlauchboot gut sichtbare
Ecken zeigt, stellte ich dieses aus Messingrohr-material her. Um die
entsprechende Ausrüstung darstellen zu können, verzichtete ich auf die sonst
üblich Persenningabdeckung. Selbstverständlich liegt so ein Boot nicht einfach
auf dem Deck, also stellte ich hier wieder aus Messingwinkel und Holz eine Gräting
her. Ein dazugehörender Bootskran vervollständigten diese Ausrüstung. Dieses
Schlauchboot dient ausschließlich als Arbeitsboot, d.h., wenn irgendwelche Außenbordsarbeiten
zu verrichten sind, wird dieses Boot eingesetzt. Oftmals gerade im
Offshore-Bereich eine lebensgefährliche Arbeit.
Der
Proviantkran auf dem achteren Teil des 2. Backdecks rundete die Arbeit in diesem
Bereich ab.
Backdeck
I :
Die
2 kleinen Backdecks mussten als nächstes ausgerüstet werden. Die Ausrüstung
sieht wie folgt aus: Poller, Reling mit Klüsen, Rettungsinseln mit Lager,
Niedergänge, Aussetzkran für die große Rettungsinsel auf der Steuerbordseite
und die beiden Tugger-Winden mit der max. Zugkraft von 12 to (zum Bewegen von
Lasten auf dem Deck und Lascharbeiten). Diese Winden müssen nur allzu oft die
Muskelkraft des Deckpersonals ersetzen.
Das
Hauptdeck :
Durch
die bisher gelungen Arbeiten beflügelt, folgten nun die Ausrüstungenteile auf
dem Hauptdeck. 2 Capstans (senkrecht stehende Verholspills), Zementpumpem,
Umlenkrollen, Kabelgatteinstiege und Steuerungsanlagen für die Winden, die
Gangway (Landgang), 2 Leitern und die achteren Relingstützen rundeten diese
Arbeit ab. Den Abschluss an Schiffszubehör bildete die große Bergungswinde
unter dem Backdeck. Dieses Winde, die wieder
nur schemenhaft hinter den dicken
Seilführungsbock steht, brachte leider als Zubehör satte 150 Gramm auf die
Waage. Nach mehreren Fahrversuchen, musste wegen der großen Fahrinstabilität
(der Schwerpunkt dieses Teils auf dem Hauptdeck lag einfach für das Modell zu
hoch) diese Winde ausgebaut werden. Obwohl ich hier alle mir bekannten Tricks
zum leichteren Bau dieser Winde anwandte, wurde diese Winde zu schwer, also
verwendete ich sie als Schaustück.
Lackierung
und Beschriftung :
Nachdem
die schiffbaulichen Arbeiten abgeschlossen waren, konnte endlich die Lackierung
des Modells vorgenommen werden. Angefangen von unten nach oben, d.h.:
Um
den ewigen Streit einiger Bauprüfer aus dem Weg zu gehen wie; der Farbton
stimmt nicht, besorgte ich mir die bunten Farben in kleinen Gläsern direkt von
Bord.
Nach
dem Lackieren erfolgte die Beschriftung des Modells. Für den Schiffsnamen und
Heimathafen konnte ich noch handelsübliche Letraset-Reibebuchstaben (weiß)
verwenden. Die Plimmsollmarken und Ladeahminge ließ ich mir von einem
Lithographen anfertigen. Das solche
Sonderanfertigungen nicht gerade billig sind, ist glaube ich, ist gut
vorstellbar.
Ein
Modell, und das vermisse ich häufig bei meinen Mitstreitern, ist erst mit den nötigen
Opferanoden im Bereich der Schrauben, Ruderblätter, Bugstrahler und
Schlingerleisten, fertig. Diese Opferanoden, das sagt ja schon der Name, haben
die Aufgabe elektrische Ströme, die während der Fahrt am Schiff entstehen,
aufzufangen. Sie opfern sich also, um Schäden vom Rumpf oder den teuren
Anbauten wie Ruder usw. abzuwenden. Sicherlich sind dem Einen oder Anderen bei
Hafenrundfahrten an den eingedockten Schiffen in den Schwimmdocks diese
Zinkanoden schon aufgefallen.
Damit
das Arbeitsdeck im achteren Bereich nicht zu kahl aussieht, baute ich
verschiedene Bohrinselversorgungsgüter. 2 Container, 2 verschiedene
Bohrinselanker mit Positionsbojen und Paletten mit anderen Gütern füllten das
Deck. Immer aufs Gewicht achtend !
Mit
dem Einbau der Fernsteuerungsanlage sowie den ersten Probefahrten, stand endlich
das Ende des Schiffchenbaus an. Immerhin mussten hier 2 700 Hobbystunden
aufgewendet werden, zurückblickend muß ich jedoch sagen, es hat ein Riesenspaß
gemacht !
Eines
möchte ich jedoch nicht unerwähnt lassen und zwar mein großes „ DANKESCHÖN
„ an die Reederei an der Spitze Herr Müller, der sich nie gestört fühlte,
wenn ich die eine oder andere Frage zum Schiff hatte! Im Laufe der fast 3 Jahre
traten einige Fragen auf !
Was
bleibt mir nach der Vollendung der „SOUND“ noch
zu wünschen, eigentlich nur die Hoffnung, dass das Nachfolgeschiff der „STAHLECK“
genau so erfolgreich wird !
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
||||
|
"TS - 52 SOUND" / " VAN DER STEL" am Roten Hahn
|