| Name
des Modells |
“CONTI
BRITANIA“,
Kennzeichen D-I-B-C, Baunr. 852 |
| Reederei |
Contimar,
Hamburg |
| Typ |
Schwergut-
und Containerfrachter |
| Frequenz
Mhz |
Kanal
14, 24 (2712) |
| |
|
Beschreibung
und Besonderheiten des Modells
|
| |
| Länge
über alles |
999,8
mm |
| Breite
über Anbauten |
178
mm |
| Höhe |
390
mm |
| Tiefgang |
55,4
mm |
| Baumaterialien |
Rumpf
- Polyester / Aufbauten - Bronzeblech 0,2 / 0,3 mm |
| Bauunterlagen |
Originalwerftpläne
und 600 Originalfotos |
| Bauzeit
|
ca.
4 000 Hobbystunden |
| Gewicht
des Modells |
6
500 Gramm |
| Gewicht
des Originals |
BRT(Volldecker)
3 983,38, NRT 2 529,97, 311
TEU |
Kurzbeschreibng
|
Die
1977 bei der Sietas-Werft in Hamburg / Neuenfelde gebaute
CONTI BRITANIA,
wird aufgrund ihrer speziellen Eigenschaften
wie: Geringer Tiefgang, 2 x 50 to Kräne (Backbordseite), 15 Knoten
Geschwindigkeit und der großen Deckbelastbarkeit, gerne
weltweit eingesetzt.
Während
meiner 4-jährigen Modellbauzeit, konnte ich doch hin und wieder das
Original besuchen und wenn dann noch fehlende Originalfotoaufnahmen zu
machen waren, diese direkt vor Ort nachholen. Das hervorragende Längen-
und Breitenverhältnis geben auch dem Modell eine hervorragende
Fahrstabilität. Die Qualität des Modells hat sich bis hin zu
Weltmeisterschaften auf allen Wettbewerben als äußerst GOLDIG gezeigt.
|
|
Baubericht
Containerschiff
"CONTI BRITANIA"
Die "CONTI
BRITANIA“ ist
ein kleineres Containerschiff
mit einer Staufähigkeit von 324 TEU Containern ( internationale Norm -
Twentyfood Equivalent Unit ). Die Hamburger Werft J.J. Sietas in
Neuenfelde baute das Original unter der Baunummer 852 und lieferte das
Schiff am 18.12.79 an die Reederei Contimar, Zander und Schlieker ab.
Die
Vermessung des Schiffes beträgt 3 750 BRT/6 140 TDW. Die Maße sind wie
folgt: Länge ü.a. 99,98 m, Breite ü.Sp. 17,8 m bei einem Tiefgang als
Volldecker von 6,96 m. Angetrieben wird das 15 Kn. schnelle Original von
einem Mak-Diesel der mit 2 942 KW (Wellenleistung) auf einen
4-Blatt-Propeller wirkt. Aufgrund der guten Erfahrungen mit diesem
Schiffstyp, bestellte die Reederei im Laufe der Jahre einige Schiffe
dieses Typs. Die Maße der Schiffe waren fast identisch, lediglich die
Schiffsausrüstung ( Krane, Lukenanordnung und der Aufbau) wiesen einige
Abweichungen auf. Die Schiffe der Reederei sind in der weltweiten
Containerfahrt eingesetzt.
DAS
MODELL:
Warum
gerade dieses Schiff ausgewählt wurde, ist sehr schnell beantwortet. Vor
längerer Zeit habe ich diesen Schiffstyp, die „CONTI BELGICA“, auf einem Wilhelmshavener Papier-Modellbogen
gesehen. Die Frage war nur, wie komme ich an die entsprechenden
Werftunterlagen und
Originalfotos ? Da ich schon einmal auf der Erbauerwerft wegen solcher Pläne
aufgelaufen war, blieb mir nur der Weg zur Reederei. Hier hatte man für
mein Hobby - dank meiner mitgebrachten Bilder von bisher gebauten Modellen
- sehr großes Verständnis. Leider höre ich immer wieder, dass sogen.
Plansammler die Reedereien und Werften regelmäßig abgrasen und dann nie
wieder etwas von sich hören lassen. Die Pläne liegen dann für keinen
anderen mehr in den sogen. Archiven dieser Möchtegernmodellbauer.
Das Entgegenkommen der Reederei-Inspektoren Herr Kummitz und Herr
Schlüter, war einmalig. Innerhalb von einer Woche hatte ich sämtliche
Originalwerftpläne auf dem Tisch liegen. Das die „CONTI
BRITANIA“ gerade zu einem Werfttermin in Hamburg
anstand, war der
nächste Glücksumstand. Mit entsprechendem Filmmaterial ausgestattet
begab ich mich an Bord. Schoß über 600 Fotos von der Mastspitze bis zum
Unterwasserschiff und nahm hier und da noch einige Vermessungen vor.
Gerade diese Vermessungen waren beim Bau des Modells unwahrscheinlich
wichtig und eine große Hilfe. Dadurch, dass die „CONTI
BRITANIA“ im Gegensatz zur „CONTI
BELGICA“ eine bessere Kranaufteilung hat ( die Steuerbordkräne
sind auseinander gezogen ), wirkt dieses Schiff etwas voller. Alles andere
ist auf diesen Schiffen identisch.
Das
besondere an diesem Schifftyp ist die Aufstellung der Krane. Auf der
Backbordseite sind 2 50 t und
Steuerbord 2 16,5 t Krane. Für
uns, die Modellbauer, ganz wichtig, die Zugänglichkeit in den
Schiffsrumpf. Die Ladeluke mit den Maßen 127 mm Breite und einer Länge
von 640 mm ist geradezu ideal, um auch ständige Überprüfungen der
elektronischen Einbauten vorzunehmen.
Die
gewählten Baumaterialien für das Schiffsmodell sind für den Rumpf Polyester und alle übrigen Teile aus
Bronzeblech der Stärken 0,2 - 0,3 mm. Bronzeblech
wird von mir aus folgenden Gründen als Baumaterial eingesetzt;
Durch die hohe Standfestigkeit von Bronze gegenüber Messing konnte ich
die Stärken der Bleche jeweils um 0,1 mm verarbeiten. Bronze- und
Messingblech haben die gleiche Wichte. Bei dieser Gelegenheit stellte ich
fest, wie verschieden im Laufe der Jahre meine Modellbaumaterialien
wurden. Angefangen von Weißblech über Aluminium, Kupfer, Polyester,
Kunststoffe, Leiterplatten bis hin zum Bronzeblech wurde alles schon
verwendet.
Da ich in den
letzten Jahren in der Auswahl meiner Modellschiffe, alle im Maßstab
1:100, ein bisschen Pech hatte, änderte sich dieses mit der „CONTI
BRITANIA“ gründlich. Schon die ersten
Fahrversuche in der sogen. Rohbauphase bestätigten und übertrafen
sogar meine insgeheim gewünschten Vorstellungen. Da ich während des
gesamten Modellbaus auch an diesem Schiff, speziell im oberen Bereich
immer wieder Gewicht sparte, bekam ich letztendlich ein sehr fahrstabiles
Modell, dass sogar bei 4 - 5 Windstärken
keinen Grund zu Schweißausbrüchen liefert. Ein Grund ist
offensichtlich das hervorragende Längen-,
Breiten- und Tiefgangsverhältnis.
DER RUMPF:
Als
Erstes musste der Kern des Rumpfes erstellt werden. Die Spantenmaße
wurden auf 4 mm Sperrholz aufgetragen, ausgeschnitten und im
entsprechenden Abstand auf einer 40 mm starken Spanplatte, meinem sogen.
Helgen, aufgestellt. Durch das aufgesetzte Haupt- und Backdeck erfolgte
die Ausrichtung der Spanten. Um das Spantengerippe baute ich aus dünnen
Alu-Blechen einen Kasten. Jetzt wurde ein
2-Komponenten-Polyurethan-Hartschaum A und B in die Spantenzwischenräume
gegossen. Nach 24 Stunden konnten die nächsten Arbeiten wie Schleifen,
Spachteln (7-8 Gänge) und Hochglanzspritzen, vorgenommen werden. Diese
Arbeitsmethode habe ich im Laufe der letzten Jahre entwickelt. Vom
gelungenen Positiv nahm ich einen Abdruck/Form - das sogen. Negativ ab.
Nach 14 Tagen gründliche Aushärtung konnte ich die Negativform vom
Positiv abnehmen und lamentierte mit Polyester und einer
80er Matte den eigentlichen Rumpf in die Negativform.
|
 |
 |
|
Es paßte tatsächlich! |
|
Während
der Aushärtung des eigentlichen Rumpfes, bereitete ich inzwischen die
Decks (Haupt- und Backdeck) vor. Aufreißen der Decksmaße auf dem 0,3
mm starken Bronzeblech erforderten die nötige Genauigkeit, wobei jetzt
die anfangs erwähnten Vermessungsarbeiten eingesetzt werden mussten.
Die Luken-, Deckshaus- und andere Ausschnitte wurden vor dem
Einsetzen der Decks mit einem
entsprechenden Rahmen/Süllrand versehen und dann erst eingesetzt. Ein Süllrand
ist in meiner Bauweise (Stecksystem) unbedingt erforderlich und vor allen
Dingen beim Lackieren von großem Vorteil. Die 200 Schanzkleidstützen aus
Messingwinkeln hergestellt, stellte ich mittels einer Schablone aufs Deck
und verlötete diese von unten. Nachdem die Kranhäuser an der Außenkante
des Decks angebracht war, konnten die freistehenden Schanzkleider an die
Schanzkleidstützen gelötet werden. Das Backdeck mit dem achteren Schott,
dem hohen Spritzwasserschutz (ist zum Schutz der Decksladung/Container
gebaut), wurde jetzt mit dem Hauptdeck verlötet. Dieser Arbeitsvorgang
sowie die Herstellung des eigentlichen Rumpfes benötigten ca. 500
Hobbystunden.
Der
Rumpf, inzwischen vom Trennwachs und Trennlack gereinigt, wurde mit dem
Haupt- und Backdeck verklebt. Kleber ist der UHU-Sekundenkleber, der natürlich
nur in gut belüfteten Räumen oder noch besser im Freien verarbeitet
werden sollte. Das vorher „auf den Millimeter achten“ hat sich beim
Zusammenfügen der Bauteile bezahlt gemacht !
Die Ausrüstung
des Rumpfes mit der Ruderanlage, 4-Blattschraube ( 32 mm 0
) mit Wellenanlage und Schmiernippel, sowie das Bugstrahlruder ( 12
mm 0
) waren der nächste Schritt. Zum Einsetzen der Schlingerleisten, für
jedes Schiff zur Vermeidung des Rollens eingebaut, musste ich den
Schiffsrumpf aufsägen. Die Schlingerleisten wurden nach dem Einsetzen von
Innen mit Polyesterspachtel
fixiert. Und wie alle übrigen nachträglich eingebauten Teile im Rumpf
mit einer Polyester-matte überzogen. Es folgten die Kühlwasserein- und
Austritte für die Maschinenanlage, die Klüsen in der Schanz und die 2 mm
starken aus Aluminium
gefertigten Wallschienen am Rumpf. Der 9polige Bühlermotor für den
Hauptantrieb 1:3 mit Zahnriemenscheiben untersetzt, Rudermaschinensockel
und der Bugstrahlrudermotor ( 9poliger Glockenanker ) waren die
letzten Innenarbeiten.
Nach gründlicher
Reinigung der Blechteile, spritzte ich diese mit einem Reaktionshaftgrund
vor, und nach dem Trocknen bekamen sie den eigentlichen Anstrich. Der
Farbenhersteller, Fa. Hempel in Pinneberg (Frau Oppermann und Herr
Fischer), überließen mir freundlicherweise je ein halbes Kilo der
Originalfarben grau RAL 52 140 und blau RAL 56 360. Die Butoprot-Unterwasserfarbe habe ich seit Jahren griffbereit. Sämtliche Farben mussten
natürlich mattiert und verdünnt werden, da sie nur mit einer 0,3 mm Düse
für Kleinteile und 0,5 mm für den Rumpf spritzfähig verwendet werden.
DIE LADELUKE:
Eine
erhebliche Arbeit erforderte die Lukeneinrichtung. Das 18 mm hohe Lükensüll
musste mit sämtlichen Verstärkungsstützen, Streben und Stützblechen
versehen werden. Dank des umfangreichen Fotomaterial stellte ich fest, dass
die Back- und Steuerbordseite erhebliche Unterschiede in der Anordnung
dieser Verstrebungen hat. Jede Seite hat 80 verschiedene Stützbleche. An
der vorderen und hinteren Lukeseite folgten jetzt die Lüfterklappen, die
Auflaufvorrichtung für jeweils 6 Lukendeckel und andere Einrichtungen.
Unter der Lukenkumming waren
jetzt noch 80 Lüfter der verschiedenen Größen und Formen zu erstellen.
Die Lukendeckelführungsschienen, Leitern und Podeste sowie Laschaugen
beendeten die Arbeit am Lukensüll. Die 12 Lukendeckel waren zwar in
handlicher Größe, aber aufgrund der vielen Anbauten recht kompliziert
zu bauen. Die Laufräder, Führungen und ganz zuletzt die
Containerfüße mit den zuständigen klappbaren Laschaugen,
verschlangen doch recht viele Stunden. Insgesamt verbrauchte ich
im ¾ Jahr der Bauzeit
ca. 800 Std. Hier, wie im gesamten Modellbau, waren die ca. 600
Detailaufnahmen des Originalschiffes eine außerordentliche gute Ergänzung
zu den vorzüglichen Plänen.
|
Rohbau und
Einzelteile der lackierten Ladeluke |
DIE DECKSAUSRÜSTUNG
.
Das
auf diesem Containerschiff eine
umfangreiche Decksausrüstung vorhanden ist, merkte ich dann wieder beim
Bau dieser Kleinstteile. Poller, Umlenkrollen, Seilkörbe, Schwanenhälse
im Bereich der Back und des Hecks in den verschiedensten Ausführungen
verschlangen geradezu die Stunden. Das die Kabelgatteinstiege, Reling und
Niedergänge genau so wenig fehlen durften wie das gesamte Ankergeschirr
ist nachvollziehbar. Die Ankerwinden der Fa. Chr. Steen KG waren dank
meiner Kleinstdrehbank, was die runden Teile betraf, keine große
Schwierigkeit. Die traten erst bei den anderen Zubehörteilen auf. Die
Containerführung auf der Backbordseite und die Containerböcke der
Steuerbordseite und vor der Brücke mit den Laschvorrichtungen an Deck,
vervollständigten die Ausrüstung. Auf dem Achterdeck kamen jetzt noch
das Verholspill und kleinere Lukeneinstiege sowie die Müllaufnahmebehälter.
|
 |
| Die ersten Schwimmversuche |
|
DIE KRÄNE :
Die
2 NMF-Krane (Neuenfelder Maschinenfabrik) auf
der Backbordseite mit max. 500 KN oder 50 to bei einer Ausladung
von 2,65 - 20 m sowie einer Mindestleistung von 350 KN bei 2,65 - 25 m
Ausladung brachten endlich wieder einen sichtbaren Fortschritt am Modell.
Die 84 mm hohen Krangehäuse mit den 281 mm langen Kranarmen waren kaum zu
übersehen. 25 Seilrollen mit 6 mm Durchmesser und einer Stärke von 0,8
mm wurden pro Kran gefertigt. Dazu die außen an dem Krangehäuse
angebrachten Teile wie: Steuerstand, Leitern, Lüfterklappen, Lager,
Relingstützen und Lüfter. Die recht gewaltig aussehenden Kranarme mit
den Ladeblöcken, den Lagern für die Kranarme und eine Schwerguttraverse,
schlossen diesen Teil der Ausrüstung ab. Die gesamte Kranausrüstung
stellte ich aus 0,2 mm Bronzeblech her. Das die drehbaren Teile am Modell
beweglich sind muss hier ja nicht groß erwähnt werden. Dass die
Lackierarbeit , Verglasung und Beschriftung sehr viel Geduld erforderten
ist wohl nachvollziehbar.
 |
 |
|
Die 50 to
Ladekrane |
Im
Gegensatz zu den großen Kränen auf der Backbordseite, sahen die beiden
Steuerbordkräne wie Spielzeuge aus. Waren hier doch die Krangehäuse nur
47 mm hoch und die Kranarme mit 180 mm Länge glatte 100 mm kürzer. Diese
Kräne haben eine max. Leistung von 165 KN. Die Ausrüstung ist ähnlich
der beiden anderen Kräne.
|
|
DER AUFBAU :
Um
eine bessere Stabilität in die relativ großen Flächen des Aufbaus zu
bekommen, wählte ich hier eine Stärke von 0,3 mm. Vor dem Zusammensetzen
der Schotte, kamen sämtliche Ausschnitte, Bohrungen, Fenster- und Türrahmen
in diese. Erhebliche Schwierigkeiten bereiteten die Rundrelingstützen.
Die 0,5 mm starken Stützen fräste ich ca. 0,3 mm tief ein und lötete
dann die 0,2 mm starken Durchzüge ein. Der 0,4 mm Handlauf kam oben auf
die Stützen. Das eckige Ruderhaus (Brücke) und die komplizierten
Anbauten brachten immer wieder Probleme, oft genug halfen auch tatsächlich
wieder nur die Fotos des Originals weiter. Der Radarmast mit der Ausrüstung:
2 Radargeräte, Relingstützen, Leitern Signallampenarme,
Positionslaternen, Antennen und Kabelleitungen waren besonders aufwendig.
Auf dem Peildeck durften natürlich auch nicht der Kompaß, 3
Notstrombatteriekästen, Antennen und Beleuchtungseinrichtungen fehlen.
 |
 |
|
Indienststellung |
Der
Schornstein mit seinen vielen Extras wie : Lüfterschlitze, Kaminrohre,
Leitern, Handläufern und Fußpferden waren letztendlich besonders beim
Lackieren mit den vielen Abklebarbeiten sehr aufwendig.
Die
Bootsdavits und die Rettungsboote wurden in vielen Teilen erst einmal
genau durchdacht und dann gefertigt. Vor Beginn solcher Arbeiten
ist es ganz angebracht, sich einen Arbeitsplan mit den einzelnen Schritten
vorzubereiten. Leider passiert es nur allzu häufig, dass die gerade mühevoll
angebrachten Kleinstteile mit dem nächsten Lötvorgang sich entweder
verdrehen oder gar abfallen. Die Davit konnte ich zum Teil aus
verschiedene Winkelmaterialen herstellen. Die Rettungsboote stellt ich ähnlich
wie den Rumpfkern her.
Die
verschieden Kleinteile, Handläufer, Fußpferde, Fallrohre, Niedergänge
und die Notleitern vervollständigten die Arbeiten an dem Brückenaufbau.
Zur
Lackierung am Brückenaufbau benutzte ich Nitrogrund- und Lackfarben in
weiß. Meine seit Jahren praktizierte Bauweise (Stecksystem) erleichterte
mir in sofern die Lackierarbeit, dass ich sehr oft die Kleinstteile
einzeln spritzen und danach nur zusammenstecken musste. Sämtliche Brückendecks
wurden in grau
lackiert.
 |
 |
|
Lackierarbeiten |
|
|
Das
Zusammenbauen der Einzelteile brachte zwar auf der einen Seite Spaß,
erforderte jedoch wieder einen erheblichen Arbeitsumfang. Die Beschriftung
am Rumpf, Schiffsname vorn und achtern, Heimathafen sowie die Ahminge und
die Plimsollmarken in der Mitte des Schiffes gingen recht zügig von der
Hand. Zur Beschriftung ließ ich mir sämtliche Buchstaben und Zahlen nach
meinen Vorgaben von einem Lithografen anfertigen. Eine nicht ganz billige
Methode, die aber dem Schiff letztendlich auch das nötige Aussehen
verleiht. Die Opferanoden am Schiffsrumpf, speziell im Schrauben- und
Ruderbereich, vervollständigten diese Arbeiten.
Der
gesamte Arbeitsumfang des relativ kleinen Schiffes betrug fast 4 000
Hobbystunden. Das diese Stunden für einen oberflächlichen Betrachter
nicht immer erkennbar sind wird auch sicherlich wieder auf Wettbewerben zu
beobachten sein.
Das die "CONTI BRITANIA"
unter einer Kunstglashaube, sicher vor den Fingern der Fachleute
untergebracht, ist glaube ich nachvollziehbar.
Für
die hervorragende Unterstützung durch die Reederei, habe ich mich
selbstverständlich, wie es von mir üblich ist mit einem Album, in dem
der Baubericht und die verschiedenen Bauphasen auf Bildern festgehalten
sind, bedankt. Diese Art des „DANKESCHÖN“ hält mir mit Sicherheit
auch für die Zukunft die Türen der Reederei auf !
 |
 |
|
Indienststellung des
fertigen Modells |
|
| Das Modell der "CONTI BRITANIA"
steht seit 1994 im Institut für Schifffahrt- u. Marinegeschichte P. Tamm.
Neuer Standort "Internationales Maritimes Museum" im
Kaispeicher B Deck 5 |
|